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3.Tag, Samstag, 17. November 2001
Zeitplan wie am Freitag, 8:00 Uhr aufstehen, ordentlich frühstücken, Angelzeug sortieren, Vorfächer erneuern und eine
Abordnung zu Südstrandhotel schicken, wo die heutigen Strände bekanntgegeben wurden.
Wieder eine Überraschung, heute sollten wir alle von der Insel runter, damit auch die "Privatangler" mal eine Chance haben,
auf Fehmarn ein paar Fische zu fangen So ging es dann an die Ostküste, Sütel für die Frauen und Ostermade, Kraksdorf,
Süssau, Rosenfelde und Dahme für die Männer. Ich sollte in Süssau angeln, ein mir völlig unbekannter Strand, also an der
Tankstelle erst einmal eine Landkarte gekauft und ohne Mittagessen ins Auto geschwungen und zum Wasser gedüst.
Das Wetter war heute nicht so doll, einen halben Tag Regen, aber pünktlich zum Angelbeginn lugte tatsächlich die Sonne aus den
dicken Wolken.
Und da war es - mein Wetter - Wind im Rücken, aalglatte See, keine Strömung und ... wahrscheinlich auch keine Fische.
Die ersten Testwürfe brachten gute Weiten von knapp 150 Metern zustande, die geflochtene Schnur machte es möglich und dann gings
los, das Warten auf den ersten Fisch, das Warten und Warten und ...
Nach 2 Stunden die ersten verzweifelten Anrufe von Rainer und Andreas, ob denn irgendetwas ginge, sie seien schon ganz verzweifelt,
aber außer einem verhauenen Biss war bei mir auch noch nichts Nennenswertes zu berichten.
Ich machte mir langsam über die Fehlbisse, auch des gestrigen Tages, ernste Gedanken. Ich befürchtete, daß die Fische
durch die geflochtene Schnur zu schnell Widerstand spürten und deshalb den Köder wieder losließen. Rainer gab mir den Tip, die
Schnur doch einfach durchhängen zu lassen, das tat ich dann auch und siehe da, der nächste Biß saß und brachte einen maßigen
Dorsch ans Ufer. So war es genau umgekehrt zum Freitag, ab 18:30 Uhr fing es bei mir an zu beißen, aber nur auf der Rute, deren
Köder jenseits der 140 - Marke lag. Unterhalb dieser Entfernung tat sich aber auch reinweg gar nichts und dann passierte auch das
Gegenteil zum Freitag, je später der Abend, desto weiter die Würfe, ich hatte mich wohl auf die "Geflochtene" so langsam
eingeschossen und muß sagen, daß diese Angelei so richtig Laune macht. Man kann weiter werfen, kann den Gewässergrund viel besser
damit "abklopfen", sieht die Bisse besser und hat ein richtig gutes Feeling zum Fisch, das alles entgeht einem mit monofiler
Schnur. Ich machte dann 5 Wattis auf den Haken, damit wenigstens die Hälfte ankommt und die kleinsten Perlen, die ich mithatte,
auf die sehr langen und dünnen Nachläufer - Mundschnüre.
Regelmäßig kamen an diesem Abend die Bisse, 4 maßige und 3 untermaßige Dorsche, sowie 2 gute, die ich unterwegs verloren habe,
entschädigten für das schlechte Ergebnis vom Freitag. In meinem Sektor landete ich das drittbeste Ergebnis, fast die Hälfte aller
Anglerinnen und Angler gingen an diesem Abend leer aus, leider auch zwei aus unserem Team.
Der Abend endete auch dieses Mal bei MCD in Burg, wo ich mit Norman, auch er fing 4 maßige Dorsche in seinem Sektor in Dahme,
das Mittagessen nachholte. Aufgekratzt fuhren wir nach Dänschendorf zurück, wo schon die anderen, teils deprimiert, teils enttäuscht
auf uns warteten. Viel Anglerlatain konnten wir nicht mehr austauschen, da es einfach nichts zu berichten gab.
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